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Die
Ankündigung mit dem Symphonic Orchestra Prag zusammen zu
arbeiten reicht bei mir eigentlich schon aus, um mich für
solche Werke zu interessieren. Noch dazu, wenn diese sich mit Metallern
einlassen. Die Moldaustädter haben mir schon so oft bewiesen,
dass sie zu den Hochkarätern gehören, wenn es darum
geht, aus gelungenen Metaller Songs Diamanten der Musikgeschichte zu
entwerfen. "At the edge of time" von Blind Guardian trifft bei mir
wieder direkt ins Schwarze, auch wenn es sich bei diesem Album um
niegelnagelneue Songs handelt und reiht sich nahtlos in die Projekte
von RAGE und HAMMERFALL gekonnt ein.
Allein
der Einsteiger - Track <Sacred
Worlds> ist sein Geld
wert, wenn es darum geht den klassischen Part mit den harten Riffs von
Blind Guardian zu verbinden, auch wenn der Song dadurch ein wenig
ruhiger wirkt. Mit <Tanelorn>
gleichen sie diesen
Eindruck aus und beginnen ihre Hetzjagd durch dieses spannende Album,
auch wenn bei einigen Songs der Eindruck entsteht, dass die Mitspieler
in einem Wettbewerb der Geschwindigkeit eingetreten sind, bei dem sie
alles in Grund und Boden spielen, was sich ihnen in den Weg stellt.
Hörgenuss pur mit garantierter Platzangst in der
größten Wohnung, wenn man sich dem
raumfüllenden Sound, der für Blind Guardian zum
Markenzeichen gehört, ergibt. Es scheint, als ob die Metaller
jede erdenkliche Lücke auf dem Album genutzt haben, um ihre
Ideen zu verwirklichen.
Fantastgeladen
wirkt der Wechsel von den melodic bombastischen Tracks und der Power
Metal Jagt auf dem Album, welches einiges an
Überraschungselementen bereit hält. So gelingt es
Blind Guardian den Zuhörer bei <cruse my name>
musikalisch ins Zeitalter der Minnesänger zurück zu
werfen.<War of
the thrones> glänzt mit seinem
akustischen Klavierelementen und bietet ein wenig Entspannung und
Innehalten. <Ride
into obsession>, <Control the
divine> und <A voice in the dark>
gehören
für mich zu den ausdruckstärksten Tracks, die nur
durch die Symphonic Metal Session, zu dem auch <weel of
time> zu zählen ist, übertroffen
werden.
Das
Album besticht durch seine Mischung und bringt den Zuhörer
zeitweise an den Rand völliger Verausgabung.
Es gibt ein gelungenes Konzept wieder, bei dem völlig
ersichtlich wird, dass hier Enthusiasten mitgemischt haben, die ihr
Handwerk von Grund auf verstehen und umsetzten. Eine runde Sache, bei
dem Blinden die Kraft des Sehens im übertragenem Sinne
geschenkt wird.
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