Angelzoom“ klingt vom Namen her schon wie eine märchenhafte Sage über Elfen und Geister. Dabei handelt es sich hierbei lediglich um ein musikalisches Projekt einer deutschen Sängerin und Gesangslehrerin. Claudia Uhle begründet 2004 ihr Soloprojekt mit dem wunderschönen Namen „Angelzoom“. Es ist nach ihrem Erfolg mit „X-Perience“ das Folgeprojekt, was einem die Sinne raubt und in eine bunte Welt aus wunderschönen Melodien führt, die einem ein Klangbild der Ruhe, Vollendung und Sinnlichkeit näher bringt.

Das Debutwerk des Musikprojekts, was den gleichen Namen trägt, glänzt mit einem Facettenreichtum an aneinandergereihten Noten, die zu sehr schönen experimentellen Songs zusammengeschweißt und durch die Klangvielfallt des Synthesizer zusammengehalten wird. Das Album „Angelzoom“ erzeugt vom ersten bis zum letzten Song eine ungewöhnliche Spannung, fordert eine hohe Bereitschaft zur Aufmerksamkeit und dem Zuhören. So weit ins eigene Unterbewusstsein stoßen nur sehr wenige Alben vor. Selbst bei einer mehrfachen Wiederholung erzeugt dieses Album die gleichen sinnlichen Reaktionen, wie beim ersten Durchhören. Mit „Angelzoom“ ist Claudia Uhle und dem Produzent Bernd Wendlandt ein großes Meisterwerk an musikalischer Verführung gelungen, die einem die Möglichkeit gibt, in die eigene Welt der Seele einzutauchen, ohne dass man sich in dieser verloren fühlt. Es ist ein Album, bei dem ich mich gern der Musik ergebe, um ein völlig entspanntes Gefühl der Ruhe zu erfahren.

Schwer tue ich mich überhaupt hier auch nur einen Song herauszulösen, um über diesen etwas schriftlich darzulegen. Irgendwie besticht das Album durch seine Gesamtheit. Wunderschöne instrumentale Passagen werden durch die glasklare und engelshafte Stimme von Claudia Uhle veredelt. Selbst ausgewiesene Fachjournalisten tun sich schwer, diese Art der Musik in eine Schublade zu sperren. Das spricht für sich! Von Ethno- und Folkeinflüssen kann man viel lesen. Sogar ein Bogen der Musik zwischen Depeche Mode und Enya wird gespannt. Schon krass! Irgendwann wird vielleicht noch geschrieben, dass sie sich anhört, als ob Enya und Depeche Mode für ein Album zusammengfunden haben. Im Grunde unterstreicht genau dieses die Einzigartigkeit und die Qualität dieser Musik.

Erwähnenswert sind hierbei die Zusammenarbeit mit Joachim Witt, Apocalyptica, Letzte Instanz, Mila Mar und Roedernallee, die allesamt gelungen und sich perfekt ins gesamte Albumkonzept einfügen, um dieses wunderschöne Musikprojekt zum Leben zu erwecken. Angelzoom ist nichts für den gewöhnlichen Mainstreampopper, der sich dem Radiogedöns aus seinen alten Transistorgeräten ergibt. Angelzoom ist für anspruchsvolle Musikfreunde, die gewillt sind Musik in den eigenen 4 Wänden zu erleben.



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