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Das
2008er Album „from
the Reach“ ist ein Gipfeltreffen des Blues.
Initiiert wird es vom Slide Gitarristen Sonny Landreth aus
den USA. Es ist sein neuntes Studioalbum, was er unter seinem eigenen
Label „Landfall Records“ veröffentlicht.
Sonny konnte ich 1998 während Maffays Begegnungen Tour Live
erleben und mag seither seine Art zu spielen, die laut wikipedia von
der Cajun Musik inspiriert sein soll. „from the Reach“
ist das einzigste Album, was ich von ihm besitze. Trotztdem verfolge
ich über diverse Webseiten von Zeit zu Zeit seinen Weg.
Beachtlich finde ich seine Zusammenarbeiten mit Eric Clapton, Mark
Knopfler oder Bonnie Raitt. Gern würde ich Sunny auch noch
einmal Live erleben. Vielleicht spielt er in Zukunft auch einmal wieder
in der Umgebung.
Das
Album ist für mich ein Klassiker unter den Blues Alben, was
vor allen für seinen melodiegeladenen Charakter und seine
brillanten Gitarrenparts Anerkennung erhalten sollte. Die 11
kurzweiligen Songs geben ein schnell eine Atmosphäre wieder,
die die eigenen Sinne in eine Welt entfliehen lässt, wo der
Alltag, berufliche Stress und die Langeweile kein Zuhause hat. Diesen
Songs kann man sich völlig ergeben und man findet sich
gedanklich in einer Bar am Mississippi wieder.
„Blue Tarp
Blues“
wird zugleich von einem Großen der Musikerfraktion begleitet.
Mark Knopfler gibt dieser Nummer durch sein markantes Gitarrengezirpe
ein glänzenden und swingenden Beigeschmack, der dieser Nummer
eine gewisse „Sultan of Swing“ Mentalität
verleiht. Eric Clapton ist der zweite bekannte Name, der sich an den
Landrethsongs zu schaffen macht. „When I
Still Had You“
und „Storm of
Worry“
tragen eine gewisse Handschrift des
bekennenden Verehrer von Sonny. Bei „When I
Still Had You“
gibt Clapton sogar dem Refrain durch seine Unterstützung eine
eigenwillige Klangfarbe, die sich ins Ohr brennt. Noch stärker
wird das Gitarrenspiel der Beiden empfunden, die sich die Noten nur so
hin und her werfen. Das gefällt mir! So sehr man hier die
einzelnen Songs herausheben mag, das Album lebt vom
Gitarrengeschrammel, was jedes Herz eines Gitarrenfreaks höher
schlagen
lässt. Man muss es halt mögen. Ob „Way Past
Long“,
„Blue Angel“,
„Überesso“
und „The Milky
Way Home“
werden schier durch dieses
Soundgefüge zum Leben erweckt. Bei „Howlin’
Moon"
kann man durch den Einsatz von Dr. Johns Pianovirtuosität
einen
völlig neuen stilistischen Einschlag erleben. „The
Goin’ On“
möchte ich aus diesem Gefüge an
wunderschönen Bluesriffs etwas mehr herausheben. Diesem Song
ein wenig Countryeinschlag zu verleihen bricht einem so ziemlich alles
aus der Krone, was geht. Dieser Song hat so etwas von Hitpotential,
irre! Den solltet ihr Euch anhören auch wenn Ihr vielleicht
mit dieser Art der Musik nicht so zurechtkommen wollt. Das der Blues
auch balladeske Musikstücke hervorbringen kann zeigen
„Universe“,
und „Let It Fly“
eindrucksvoll, wobei letzter durch Nadirah Shakoor zu einer
massentauglichen und bluesverliebten Popnummer umgewandelt wird.
Einfach nur schön.
Sonny
wird, meiner
Meinung nach, zurecht in den USA sehr verehrt. Wenn es bei Euch einmal
richtig quer läuft, dann ist dieses Album eine Empfehlung von
mir. Das holt Euch aus Eurem Tief sicherlich wieder raus und verbreitet
ein gutes Feeling. In unserem Land ist diese
amerikanische Musikkultur recht wenig verbreitet, trotzdem lohnt es
sich mit dieser Art der Musik zu beschäftigen, auch wenn es
vielleicht
nur Live bei den vielen kleinen Festivals in unseren Breitengraden sein
sollte, die sich um die Musikvielfallt verdient machen... |
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